Neuhaus an der Oste
 
Rusch
 
   
 

Peter Bussler mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet! >>
für außerordentliches Engagement in der Heimatgeschichte, im Naturschutz und in der Völkerverständigung


Diedrich Rusch 1863-1959Rusch
Heidelandschaft mit Spaziergängerin
Öl/ Leinwand ca. 100 x 130, mit Original Rahmen  

Dauerleihgabe der Familie Hans Henningsen, Glücksburg
an die Karl Otto Matthaei Gesellschaft e.V., Neuhaus

Zur Vergößerung auf Bild klicken

 


Das Bild wird demnächst in der Samtgemeide am Dobrock, Rathaus, Am Markt 1
21781 Cademberge ausgestellt.

 

Neuhaus, den 30. Oktober 2009

Liebe Mitglieder und Freunde,

am 11. Oktober ging hier unsere Ausstellung „Neue Bilder von Diedrich Rusch“ zu Ende.

Trotz der immensen Arbeit, Bilder von Rusch aus Privatbesitz ausfindig zu machen und für Ausstellungen zu gewinnen, sie abzuholen und wieder zurück zu bringen, haben uns diese in Osten, Bremervörde und Neuhaus Freude bereitet, da jede Schau für sich einen eigenen Charakter hatte. Obwohl im „Jahr der Oste“ eine Fülle Veranstaltungen in der Region stattfanden, zeigten viele Besucher gezieltes Interesse an diesen Ausstellungen.

Das Matthaei-Fest sollte ursprünglich am 27. 9. stattfinden. Wegen der Bundestagswahl wollten wir es auf den 11.10. verlegen, doch auch dieser Termin stellte sich als unglücklich heraus, da in Osten gerade 4 Tage zuvor das 100-jährige Jubiläum der Schwebefähre gefeiert wurde. Durch das Überangebot an Veranstaltungen in diesem Jahr, zogen wir es dann vor, uns auf die diversen Ausstellungen zu beschränken.

Es ist im Vorstand die Überlegung, nach der Jahreshauptversammlung im Februar nächsten Jahres eine Karl-Otto-Matthaei Ausstellung zu zeigen und das Matthaei-Fest in diesen Zusammenhang zu stellen.

Wir sind nämlich bereits dabei, uns um neue und unbekannte Bilder von ihm zu bemühen:

Wolf-Dietmar Stock hat das historische Museum in Bremerhaven angeschrieben, welches einen großen Schatz (im Keller!)an Skizzen und Bilder von Karl-Otto Matthaei besitzt.

Die Museumsdirektorin Frau Dr. Anja Benscheidt antwortete u.a.:

„… gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer geplanten Sonderausstellung mit Leihgaben aus unserem Museum. Wir haben zwar langfristig ebenfalls vor, eine Ausstellung zum Leben und Werk Karl-Otto Matthaeis zu zeigen, dafür gibt es allerdings noch keine konkrete Zeitplanung und auch keine Vorarbeiten. So können wir vielleicht von Ihrer Arbeit profitieren. Unser Bestand an Bildern von Karl-Otto Matthaei ist nicht fotografiert worden. Eine Besichtigung ist ab Mitte November dieses Jahres oder auch im Februar nächsten Jahres möglich.“

Wir werden einen Termin im November mit Frau Dr. Benscheidt vereinbaren und die Bilder besichtigen.

Auch wenn es nach außen bei uns vielleicht „still“ scheint, hinter den Kulissen ist viel in Bewegung und wir bemühen uns, unserem Anspruch auf Qualität zu genügen.

In zwei Monaten ist das „Jahr der Oste“ mit seinen zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen zu Ende und wir rechnen im neuen Jahr mit weniger terminlichen Überschneidungen und beabsichtigen, unsere Kraft in neue interessante Ausstellungen und Events zu investieren.

Wir sehen uns im neuen Jahr bei der Jahreshauptversammlung in alter Frische wieder.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand

 

Liebe Mitglieder und Freunde!

Wir wünschen Ihnen ein gutes Neues Jahr. Wir wollen mit zwei Bildern des Ostemalers feierabendDiedrich Rusch, dessen Wirken den Schwerpunkt unserer Arbeit im Jahr 2009 bildete, noch einmal an ihn erinnern. Die Beschäftigung mit einem Maler, dessen Wirken hauptsächlich in die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts fiel, hat uns gezeigt, dass es lohnend ist, ihm in seiner

Bild: „Feierabend“, 1933

eigentümlich stillen Betrachtung der Welt zu folgen. Seine Bilder laden zu einem Spaziergang in die Natur ein, deren Schönheit in ihrer zum Erstaunen auffordernden Vielfalt einen wichtigen Raum bei ihm einnahm. In der scheinbar „bloßen“ Abbildung der Realität wies er zuweilen auf die Eigenart der Strukturen hin, welche Naturräume in sich bergen. Dazu ist das schmale Ostebild vom Außendeich, dem ein Besucher der Neuhäuser Ausstellung seine Liebeserklärung machte, besonders angetan. Das Sommerbild in Grün bei verhangenem Himmel ist eine Herausforderung für den Maler gewesen. Ein Fotograf hätte auf Aufklarung des Wetters gewartet, bis sich Kontraste ergäben, die den vielen Grüns im Vorder- und Mittelgrund des Bildes mehr Abwechslung gäben. Rusch brauchte dies nicht, um seine “Symphonie eines stillen Tages” an der Oste zu malen. Er beobachtete die ruppige Sodenstruktur auf dem Deich, das dunklere Schilf am Ufer, das Blätter- und ostehimmelBaumgebüsch, die zum Einholen aufgestellten Heuhaufen, das Wasser, den Schlick und das Wolkengefieder sehr genau und gab ihnen Zeichen ihrer

Bild: Oste mit verhangenem Himmel, 1912

Unverwechselbarkeit. Gleichzeitig modellierte er das Grün in einer Vielfalt der Töne, dass das Bild in seiner zurückgenommen Farbigkeit als reich nuanciert bezeichnet werden muss.Die Schiffe fügen sich in ihren Brauntönen so in die Landschaft ein, als wären sie ein Teil von ihr. Nur mit einer kleinen Schrägstellung des Mastes vom vorderen Schiff gewinnt das sehr ruhige Bild Dynamik. Die Ausgewogenheit von Ruhe und Bewegung ist gelungen.

Das 1912 entstandene Meisterwerk ist nur 25 x 38 cm groß. Sein Freund, der Ostener Lehrer (an der Rektorschule) und spätere Pastor von Oppeln, Christian Biermann, hat es von ihm erhalten. (WDS)

Wir grüßen Sie herzlich! Ihr Vorstand der Karl Otto Matthaei Gesellschaft, Neuhaus

 
   

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